Nanu, was ist denn da passiert? Suns Aktien liegen mittlerweile auf einem rekordverdächtigen 5-Jahres-Tief. Da frage ich mich natürlich, was schief gelaufen ist? Nachdem unter Jonathan Schwartz (aktuell CIO bei Sun Microsystems) alle Zeichen auf Open Source stehen, hätte man als Freidenker einen kometenhaften Aufstieg des Shareholder Value erwarten können. Aber nix is.
Ganz offensichtlich ist “Open Source” zwar mittlerweile als Geschäftsmodell anerkannt (Microsoft versucht ja auch mit allen Kräften, das Ruder noch herumzureißen) aber börsen-/aktientechnisch muss das wohl nichts heissen. Da konnte dann offensichtlich auch die MySQL-Akquise im Januar nicht helfen. Seit etwa 2007 geht es fast kontinuierlich bergab (und ehrlich gesagt scheint MySQL den Aktionären dabei ziemlich am Interesse vorbei gegangen zu sein).
Da stell ich mir dann doch drei Fragen:
- Liegt der Verfall daran, dass Sun das Web verschlafen hat?
- Welche Bedeutung hat eigentlich MySQL für Aktionäre?
- Welche Bedeutung hat denn nun eigentlich “Open Source” (oder “Closed Source”), wenn es um die Bewertung eines Unternehmens geht?
Und wenn jetzt selbst eine milliardenschwere MySQL-Akquise keinen wesentlichen (rettenden) Einfluß auf den Aktuienkurs mehr hat, wie will Sun das Ruder dann noch herumreißen?
Mehr dazu ab Montag, wenn ich einige dieser Fragen Herrn Meyen, Chefredakteur des Java Magazins, stellen konnte. Bis dahin, Feur Frei! für Kommentare und Anmerkungen zum Thema…
